Kopfhörer reparieren

Jetzt wollte ich eigentlich einen Artikel schreiben, wie toll ich doch ausgemessen habe, welche Adern beim Urbanears Plattan Kopfhörer wo hin gehen, aber das wurde von Christine hier schon viel schöner beschrieben. Also mach ich hier gerade mal noch ein paar Zusatzbilder und geb vor allem den Tip:

Nicht die Original-Plaste-Tülle vom Klinkenstecker nehmen, weil die ist ja nur Schutz und das Kabel wird nur vom Metall des Steckers gehalten. Was viel besser hält, auch wenns ein paar Euro kostet: sugru ist ne selbsthärtende (aber immer noch elastisch bleibende) Silikonknete.

Und wenn man dann schon dabei ist, kann man den Crimpanschluss des Steckers um 90° abbiegen und hat magischerweise einen Winkelstecker, der bei den meisten Geräten viel besser passt…

Ah: und wer nen unbekannten Kopfhörer hat und die Kabelbelegung rausbekommen will: eine 1,5 Volt Batterie an die losen Kabelenden des Kopfhörers hilft beim Rausbekommen, wo rechts und links und Masse ist. Das Micro ist halt das, was übrig bleibt 😉

Party machen… aka Playlists erstellen.

So, bevor ich es vergesse, schreib ich hier mal auf, wie man eine Playliste für eine Party unter Linux erstellt und dann quer über seine Systeme verteilt…

Also so ne Standard-Playliste heisst ja foo.m3u und besteht eigentlich nur aus Dateinamen mit ihren Pfaden. Mehr geht auch, siehe z.B. hier.  Playlisten kann wohl auch mehr oder minder jeder Player und weil eben unter Linux auch m3u, weils offen ist, trotzdem hat mir quodlibet am besten gefallen, da man da Songs einfach mit der rechten Maustaste zu jeweiligen Listen hinzufügen kann und mit einem Haken auch sieht, ob der Song schon drin ist. Ausserdem kann quodlibet die playlists auch mit relativem Pfad speichern. So geht sie eigentlich mit jedem Player und auch mit den mit kopierten Stücken, wenn die Pfade bleiben.

Weil man für die Party evtl. ein schwächeres Gerät hat, welches nicht genug Speicher für die komplette Musiksammlung hat. Kann man diese ja anhand der playlisten kopieren. Hierzu kopiere ich die auf meinem Serverlein vom Verzeichnis „music“ in ein Verzeichnis „playlistmusic“ mittels folgendem Befehl:

sed "s/#.*//g" < party.m3u | sed "/^$/d" | while read line; do cp --parents "${line}" '../playlistmusic/'; done

Für mehrere Playlisten macht man das für jede Playliste hintereinander. Jetzt noch die playlisten auch in das playlistmusic verzeichnis kopieren. Fertig. Dieses Verzeichnis ist nun komplett eigenständig funktionsfähig und die Musikstücke sind in der gleichen Ordnerstruktur wie im Ausgang vorhanden…

So, jetzt noch die Mucke aufs Android Device, z.B. mit rsync backup. Da muss man keine Kabel anschliessen und es ist eigentlich schnell genug und einmal konfiguriert geht es.
Jetzt noch Playlist Backup nehmen, um die m3u dem Android bekannt zu machen, und gut ist. Als Party Player wird wohl Cross DJ eingesetzt werden, mal schauen, ob ich dann korrigieren muss, dass das alles nicht läuft. Aber wenn nicht, kommt die Mucke auf nen alten Laptop und ich nehme Mixxx.

Der Herr Moore

Immer, wenn ich mir ein neues Speichermedium kaufe, denke ich an meine erste Atari Festplatte mit 20MB und vergleiche das mit der jetzigen Grösse und denke „Holy shit“… bin aber meistens zu faul doch mal konkret auszurechnen, wie das so alles ist. Gestern hab ich in mein Handy eine 128GB µSD Karte eingesteckt… also hat das Teil jetzt insgesamt 144GB „Festplatte“. Das sind dezente 7200 mal so viel, wie der Atari hatte. Über Preis- und Gewichtsrelation mag ich mal gar nicht reden…

JahrMBPreis
1986201200 DM
198840
199080
1992160
1994320
1996640
19981280
20002560
20025120
200410240
200620480
200840960
201081920
2012163840
2014327680
2016655360~ 200 €

Badezimmerspiegel

Eine ganz einfache Bastelarbeit, die aber sehr schön aussieht und einem morgens wenigstens ein wenig den Start erleichtert.

Auf ein normales Sperrholzbrett wird in die Mitte mit Spiegelkleber ein Spiegel geklebt, aussenrum Plastikrasenkacheln nach Geschmack – ich fand die mit Gänseblümchen sehr schön.

Nun kann man mit einem Bohrer an die Stellen, wo man möchte (siehe Bilder), Löcher bohren und in diese mit Heisskleber sogenannte Farbwechsel LEDs (z.B. von Segor) einkleben, Höhe nach Geschmack, die Enden sollten hinten natürlich zum Verlöten rausschauen. Jetzt noch mit blankem Draht hinten alle parallel verlöten, von Zeit zu Zeit ein 100nF Kondensator entflackert das ganze ein wenig, ein 3,6V Netzteil dran und fertig.

Da die LEDs klar sind und so viel zu arg blenden würden, hab ich einfach ein paar von den Blüten von den Plastikstengeln entfernt und mit UHU Hart auf die LEDs geklebt.

Ubuntu Linux auf MEDION AKOYA E6416

Auf dem MEDION AKOYA E6416 läuft Ubuntu (hier ein 15.10) mehr oder minder reibungslos. Für den Preis ein schicker Laptop, FullHD, i5 irgendwas, gutes Gewicht. Da kann man die klapprige Tastatur schon in kauf nehmen. Eine SSD und mehr Speicher ist aber auf jeden Fall nötig, aber geht ja alles problemlos einzubauen.

Was aber nicht ab Werk geht sind ein paar Multimedia-Tasten: vor allem Vol+ und Vol- und Mute nerven, da sie „hängen“ bleiben.

Abhilfe schafft folgende Datei (als root):

/etc/udev/hwdb.d/70-keyboard.hwdb

evdev:atkbd:dmi:bvn*:bvr*:bd*:svnMedion:pn*:pvr*
KEYBOARD_KEY_b0=!volumeup
KEYBOARD_KEY_ae=!volumedown
KEYBOARD_KEY_a0=!mute
KEYBOARD_KEY_19=!p
KEYBOARD_KEY_df=sleep

danach noch ein

udevadm hwdb --update

und ein reboot tut auch gut.

Die pn oben in der hwdb datei könnte man wohl noch genauer angeben, aber ich war zu doof, die passende zu finden.

MAMEKiosk – Update

Ein Nachtrag zum MAMEKIOSK:

Jetzt geht es darum das ganze auf RPI2 umzurüsten. Und ne USB Audio Karte reinzubauen. Zweiteres ganz einfach mit nem billig-USB-Dongle und dieser Anleitung.

Das aktuelle Image von piplay ist flugs gezogen, aber: pikeyd geht wohl nicht auf dem RPI2… also geschaut und da gibt es Retrogame was das gleiche machen sollte… sieht auch alles gut aus… aber irgendwas klappt da doch noch nicht ganz. Auf jeden Fall muss die obige Verdrahtung in retrogame.c so hardgecodet sein:


ioStandard[] = {
 { 7, KEY_LEFT }, // Joystick (4 pins) 
 { 9, KEY_RIGHT },
 { 10, KEY_DOWN },
 { 11, KEY_UP },
 { 17, KEY_LEFTCTRL }, // A/Fire/jump/primary 
 { 22, KEY_LEFTALT }, // B/Bomb/secondary 
 { 4, KEY_SPACE }, // C 
 { 8, KEY_5 }, // Credit
 { 15, KEY_1 }, // Start 1P 
 { 14, KEY_2 }, // Start 2P 
 { -1, -1 } }; // END OF LIST, DO NOT CHANGE 

Ob das nun funktioniert hat, kann man z.B. mit input-events 1 nachprüfen (aus dem input-utils paket).

Was ich noch nicht rausbekommen habe: welches das input mapping für die Bestätigung von safequit ist, also hab ich misc_safequit no in advmame.rc gesetzt. Ah, habs: [ui_select] isses… also doch safequit an.

BTW: ich hab doch das alte advmenu vom alten pimame genommen, das gefällt mir wesentlich besser als die ganzen vielen Emulatoren, ich will eh nur advmame.

Ergebnis vom Ganzen? Einiges gelernt, einiges gebastelt und: alles ist viel flüssiger und der Ton eiert nicht mehr rum, wenn die CPU unter Last kommt! Hat sich also gelohnt!

Schauff Transamerica

 

Kennt kaum einer, macht aber dieser Tage furchtbar was her: Das Schauff Transamerica. Ca. Baujahr 1983 ist der Rahmen noch sehr gut erhalten gewesen und die weiteren Teile waren entweder noch in der Bastelkiste oder wurden in bezahlbar neu besorgt.

Ist es nicht schick geworden?  Die originalen Alubleche waren (leider?) ziemlich verdellert, aber die Kunststoffdinger sehen doch auch gut aus. Und das blaue Lenkerband mit den – natürlich nicht Vintage – STI Hebeln ist doch auch schick.

Surly Randonneur

 

Nachdem mein schicker leichter Orbea-Alurahmen durch einen Kuss mit einer Autotür in die ewigen Jagdgründe einging, musste doch etwas stabileres her: Ein Surly Stahlrahmen. Die meisten Teile vom Orbea Randonneur konnte ich nutzen, hab mir aber Scheibenbremsen gegönnt. Wobei es „nur“ mechanische wurden, auf die Froglegs oben am Lenker mag ich nämlich nicht verzichten.  Auf jeden Fall läuft es ganz klasse und den „Federkomfort“ der Stahlgabel mag ich gar nicht mehr missen.

Fanless Home Server

Das Ziel war es, ein lüfterloses Serverlein zu bauen, das wenig Platz weg nimmt, Strom sparend ist und trotzdem leistungsfähig genug ist, als universeller Server eingesetzt zu werden.

Als Board kommt ein J1800 (siehe Bilder) zum Einsatz, das ist schick, hat leider aber nur zwei SATA Ports. Der dritte für die Systemplatte (eine 30 Gig SSD) wurde über einen USB3 Adapter gebaut. Das System hat keinerlei Lüfter. Die 2,5″ Platten werden kaum warm, der Prozessor mit 11 Watt auch nicht, das Netzteil ist extern.

Einen (evtl. auch aktualisierten) Link zur gh Einkaufsliste gibt es hier.

Auf dem System läuft ein „normales“ Ubuntu LTS. Services, die u.a. bereitgestellt werden:

  • ssh z.B. für rsync (Backup von Android phones)
  • samba
  • seafile als personal cloud fileserver
  • SoGO als Kalender und Adressbuch-Server
  • Kodi – Das Ding ist ja leise, warum sollte es also nicht auch die TV Settop Box spielen? Ah, dafür wurde noch ein IR Empfänger für den LIRC reingefräst.

 

MAMEkiosk

Ein Projekt, das schon länger im Bau ist. Aber auch schon immer wieder mal fröhlich gespielt wird. In meiner beruflichen Historie hab ich am Telekiosk mit gebaut und wollte immer mal so ein Teil als Andenken haben, was auch irgendwann geklappt hat. (Dank an den Spender an dieser Stelle :-) ) Dieser ist von der Bildschirmkonstruktion und von der Gehäusestabilität hervorragend dazu geeignet, eine Spielekonsole nach alter Provinienz abzugeben. Also flugs das ganze alte Gerümpel raus – alleine schon wegen Lautstärke und Stromverbrauch – und ein Raspberry Pi rein. Fertig. … oh, moment. Der eingebaute TFT hat nur LVDS Input…

Die – elektrisch – einfachste Variante: TFT raus, billigen 17″ TFT abgreifen, einbauen – der Touch kann ja weiter verwendet werden.

Die Distribution, die drauf läuft ist ein PiMAME (jetzt PiPlay genannt),  mit kleinen Anpassungen. Für die Joysticks hab ich GPIO Pins benutzt (da ich nur einen Joystick und ein paar Knöppe gemacht hab, hat das gereicht), getrieben wird das über pikeyd, die Buttons hab ich mit Widerständen (siehe hier) an die GPIOs gemacht.

/etc/rc.local:

amixer cset numid=3 1
alsactl restore
/sbin/pikeyd -d
exit 0

/etc/pikeyd.conf:

KEY_LEFTCTRL    17
KEY_LEFTALT     22
KEY_SPACE       4
KEY_RIGHT       9
KEY_DOWN        10
KEY_UP          11
KEY_LEFT        7
KEY_5           8
KEY_1           15
KEY_2           14